Mär 24 2011

Bye bye Flash

Im Netz ist Adobes proprietäres Format SWF allgegenwärtig. Für vektorgrafik-basierte, interaktive Animationen im Web ist Flash derzeit fast alternativlos. Das würde natürlich auch herrliche Möglichkeiten für die Gestaltung von eBooks bieten, wenn der Flash Player denn auch auf iOS devices laufen würde: Steve Jobs ärgerte sich bei der Präsentation seines tablets letztes Jahr noch schwarz, als er die Seite der New York Times anwählte und die Fehlermeldung „Flash Player nicht gefunden“ erhielt.

Seit kurzem deutet sich ein workaround an: Adobe hat jetzt ein Tool hergestellt – zumindest ein Demo davon – , das die Konversion von Flash-Inhalten in HTML5 erlaubt. Und seit ein paar Monaten bereits gibt es ein Open-Source-HTML5-Framework zur eBook-Erstellung für das iPad. Das Baker eBook Framework wurde unter BSD-Lizenz veröffentlicht und erlaubt es, eBook-typische Inhalte im HTML5 aufzubereiten und über den App Store zu vertreiben. Ein erstes, ganz nettes Beispiel mit dem Titel 5x15 Tokyo kann man sich kostenlos aus dem App Store laden. Hier sind noch keine animierten, Audio- oder Video-Inhalte integriert, aber:

Die Tür steht offen. Let's go.

 

 

 

 

 

 

 

Mär 1 2011

In the cloud

Die in Deutschland gängigsten eBooks werden im offenen ePub-Format hergestellt. EPub bedeutet eigentlich kaum mehr als ein Bündel komprimierter html-Dateien nebst Metadaten und Table of Contents. Und wenn das so ist: Gibt es etwas besseres als einen Web-Browser, um html-Dateien zu lesen?

Ein paar australische Freunde haben sich jetzt drangesetzt und auf HTML5-Basis einen web-based eReader erstellt, der plattformunabhängig auf jedem modernen Browser läuft. Netterweise ist die eReading-Technologie Open Source verfügbar, falls sich ein Entwickler dransetzen und weitere Funktionen hinzufügen will.

Dieser web-based eReader erfordert keine Installation einer Software mehr. Immerhin erlaubt er das Hinzufügen von Lesezeichen sowie eine Reihe weiterer Möglichkeiten, die einem konventionellen Leseverhalten entgegenkommen. Die Bücher können z.B. auf dem iPad dem Home-Bildschirm hinzugefügt werden, so dass das Buch auch offline lesbar wird – thanx to HTML5. Das muss aber nicht sein, man kann seine Bücher auch in der Cloud lassen. Auf dieser Grundlage haben die Aussis eine kommerzielle Bücherplattform erstellt, die sie Booki.sh nennen.

Klare Nachteile sind die bislang beschränkten Darstellungsmöglichkeiten, denn die Bücher selbst basieren nach wie vor auf ePub. Darüber hinaus fehlt beim eReader eine Notizfunktion und die Bedienung der eReading-Technologie ist wenig intuitiv. Aber hier ist vermutlich noch viel Luft nach oben drin.

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