Sep 24 2014

In der Blase

Wer schon einmal bei Amazon oder der Tolino-Allianz ein eBook erworben hat, weiss, dass sich das anfühlt wie ein Spaziergang am Gängelband. Es gibt ja diese "tethered appliances" (ein Begriff, der sich leider nicht gut übersetzen lässt), also devices, die immer ins Internet und nach Hause telefonieren wollen und die man daher eher schlecht als recht als "angeleinte Anwendungen" beschreiben kann. So ist es auch beim Kauf von Büchern dieser Anbieter: Man muss erst einmal seine Identität an der Gartentür abgegeben haben, um durch das Tor in die Welt der Literatur schreiten zu dürfen. Dank proprietärem Dateiformat und DRM wird man bei diesem Ausflug ständig begleitet: Nicht jeder darf das Buch lesen, das Du eben erworben hast, sondern möglichst nur Du. Amazon schaut sogar dabei zu, was Du liest – welcher Teil des Buches wirklich vom Leser aufgenommen wird.

Wo Du auch bist: Man schaut Dir zu...

Früher – und das wurde auch in der Literatur auch immer so imaginiert – war man mit seinem Buch allein; niemand konnte aus dem Gesicht des Lesers schließen, was in ihm vorging. ... und zwar von innen Daher war eine Gruppe schweigender, lesender Menschen auch ein Horrorszenario für jeden Überwachungsstaat, und eine Literatur, die komplexe Codes verwendete, die nur von ihren Lesern entschlüsselt wurden, ein Alptraum für ihn. Heute sind wir weiter: Das Buch spricht mit seinen Herstellern und verrät ihnen das über den Leser und Käufer, was sie wissen wollen.

Das unschuldige Spiel mit den Buchstaben und selbst das begeistert-wohlmeinende Weiterreichen eines geschätzten Lesestoffs ist damit vergiftet. Das spricht stark dafür, sich Systemen zuzuwenden, in denen der Leser nicht am Gängelband der Datensauger geführt wird, und in denen er sich nicht in einer transparenten Blase weiß. Es muss irgendwie auch offline gehen, selbst wenn es am Ende dazu führt, dass wir in einer Buchhandlung Speichermedien mit digitalen Büchern kaufen und damit Lesegeräte füttern, die nicht beständig nach Hause telefonieren müssen ...

Sep 20 2014

Barcodes

Auf unzähligen Produkten ist sie drauf, diese optoelektronisch lesbare Schrift aus Strichen und Lücken - auch auf Büchern. Und es gibt diese App für iPhones und Androids mit Namen Barcoo. Mit der Handykamera den Barcode fokussiert und gescannt, und schon erhält man die im Netz verfügbaren Informationen zum Produkt wie Testberichte oder Preisvergleiche. Für Bücher wäre das auch eine schöne Sache: Händikamera auf den Barcode halten, erst Rezensionen und Buchtipps aus dem Netz lesen und anschliessend das eBook herunterladen.
Was kaum einer weiss: Auch die deutsche Post verwendet schon lange Strichcodes. Fast jeder von ihr transportierte Brief trägt den fluoreszierenden Strichcode in der unteren rechten Ecke der Anschriftenseite. Damit wird das Ziel unmißverständlich und maschinenlesbar aufgedruckt und optimiert die schnellere maschinelle Weiterleitung und Sortierung.

Wenn sich so wunderbar viele Informationen auf recht unaufwendige Weise unterbringen lassen, wäre das auch ein schönes Einsatzgebiet z.B. für Alltagslyrik. Einfach einen kleinen Barcode an die Wohnungstür der Liebsten beppen, diese hält ihr Händy drauf und liest: "Ganze vier Wochen schon fehlt mir euer Anblick! Ich sah den Neumond, aber euch nicht! Ich sah die Sonne unter- und wieder aufgehen, aber keine Spur von eurem bezaubernden Lächeln..." (Und wer wissen will, wie es weitergeht ... muss diesen gänzlich unromantischen Barcode scannen:)

Ist das nicht wunderbar? Hachja! Ich wünsche mir einen Barcode, gestrichelt auf den Gehweg, mindestens von meiner Haustür bis zur U-Bahn...

Mär 15 2014

Das geschlossene Buch

Da haben die Ahnen schon recht: Ein Buch und Du, mehr braucht es nicht. Kein Facebook, keine Vernetzung der Bücher untereinander, keine geschlossenen Systeme wie Amazon und der iBook-Store, und auch keine angeleinten ("tethered") Anwendungen wie bei den ganzen Online-Spielen. Ein Buch und Du, das heisst auch: Autonomie, Individualität, Empfänglichkeit, Dialog. Das Buch als Brevier und Lebensratgeber; da kann man schon mal auf die Ahnen hören.

Eine Spruchweisheit aus dem Hagakure: Nach den Worten der Ahnen soll man seine Entscheidungen innerhalb von sieben Atemzügen treffen. Es ist eine Frage der Entschlossenheit und des Willens, zur anderen Seite durchzustoßen.

Wir Leser brauchen also den ganzen Firlefanz nicht und können von Mark Zuckerberg, Jeff Bezos und Steve Jobs unabhängig bleiben. Muss man deshalb das Rad zurückdrehen und auf eBooks verzichten? Wenn das Buch als Einheit abgeschlossen bleibt und nichts über den Leser an die ganzen gierigen Monopolisten und Datensammler weitergibt, dann sicher nicht. Hier müssen wir eben noch unseren Weg finden zwischen der Omnipotenzphantasie ubiquitärer Verfügbarkeit von Büchern und der totalen Kontrolle marktbeherrschender Konzerne (oder Geheimdienste: Denen sind Leser immer suspekt, wie ich bereits einmal bemerkt habe.)

Aber auch das wussten schon die Alten, wie man ebenfalls dem Hagakure entnehmen kann: "Es heißt, dass man zu dem, was man „Geist einer Epoche“ nennt, nicht zurückkehren kann. Dass dieser Geist sich zerstreut, liegt an der Endlichkeit der Welt. Aus diesem Grunde, auch wenn man heute den Geist von vor 100 Jahren und mehr wollte, geht es nicht. Folglich ist es wichtig, aus jeder Generation das Beste zu machen."

Mär 1 2014

Der offene Leser

Eigentlich ein unglaublicher Vorgang: Wer auf seinem Windows-Rechner ein Programm installieren möchte, muss erst zustimmen: "Möchten Sie zulassen, dass durch das folgende Programm Änderungen an diesem Computer vorgenommen werden?" Tatsächlich kann das installierte Programm dann anschließend eine ganze Menge Änderungen vornehmen, auch solche, die das System vollständig verändern.

Grundsätzlich sollte so etwas auch für Bücher gelten: Dass man nämlich erstmal zustimmen muss, ob durch das konsumierte Buch Änderungen am intellektuellen oder ästhetischen System vorgenommen werden. Jetzt lachst Du, lieber Leser, nicht wahr? Denn das ist doch eigentlich einer der schönsten Vorzüge der Literatur, dass man lernt, die Welt neu zu sehen und Perspektiven und Einsichten zu gewinnen, auf die man sonst selbst nicht gekommen wäre. Insofern ist eine Systemänderung vom Leser durchaus gewünscht und wird als Bereicherung verstanden.

Der etwas grobschlächtige Vergleich zwischen Betriebssystem und kognitiven Vorgängen im menschlichen Gehirn bringt zum Vorschein, wieviel kulturellen Vertrauensvorschuss wir Leser dem Buch gewähren. Ein Buch, ein literarisches noch dazu, das muss gut sein. Geht immer. Zieh' ich mir auf jeden Fall. Von diesem Vertrauensvorschuss zehren auch digitale Bücher. Meist vom Volumen her recht klein, schmeissen wir sie problemlos in unsere eReader; um so leichter, wenn sie umsonst und kostenlos im Internet zu haben sind.

Warum eigentlich werden wir, wenn wir ein eBook öffnen, nicht gefragt, ob das Buch Änderungen am System vornehmen darf? Kommt das wirklich gar nicht vor? Kann das Buch keine Wirkung haben wie ein Virus auf einem Rechner?

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Jan 18 2014

Mit den Ohren sehen

Wer mal eine echte Wahrnehmungsveränderung erleben möchte, sollte ins Kino gehen: In "Imagine" bringt ein blinder Lehrer seinen ebenfalls blinden Kindern Orientierung per Echo-Ortung bei. Da das Sounddesign und die Hifi-Anlagen in den Kinos heutzutage super sind, kann man das alles als Zuschauer prima nachvollziehen: Man lernt, mit den Ohren zu sehen. Das klappt zum Ende des Films hin so gut, dass das riesige Schiff, vor dem die Blinden stehen, vollkommen wahrnehmbar ist (auch wenn man es nicht zu sehen bekommt, selbst wenn man sehen kann). Inneres Auge auf also, dann hast Du's. Das will auch der Titel des Films sagen: Was Du nicht sehen kannst, musst Du imaginativ ergänzen – erst dann ist die Szene komplett.

Die NASA hat sich jetzt was nettes für blinde Leser einfallen lassen. Weil das Hubble-Teleskop so schöne Bilder vom Tarantel-Nebel macht, produzierte das Space Telescope Science Institute (STScI) ein eBook mit interaktiven Fotos, das demnächst im iBook-Store erscheinen wird. Fotos für Blinde: Wenn man mit dem Finger über die Sterne streicht, werden sie hörbar. Je heller der Stern, desto höher der Ton. Kältere Sterne hört man auf dem rechten Ohr, wärmere auf dem linken. Interaktivität einmal akustisch realisiert. Darüber hinaus gibts noch naheliegende features wie Braille-Layer und Screenreader.

Hubble Probes Interior of Tarantula Nebula
Source: Hubblesite.org (Credits: NASA, ESA and E. Sabbi (STScI))

Mein eBook für Blinde sähe natürlich anders aus. Ein virtueller Raum, in dem weniges nur klar zu erkennen ist (die meisten "Blinden" sind ja nicht völlig blind, sondern sehen nur stark eingeschränkt). Geräusche zeigen an, wo es was zu entdecken gibt. Durch den Raum wird mit den Bewegungen des eReaders navigiert, also mit dem Gyroskop. Und Geschichten und Abenteuer sind dort leicht zu erleben, wie wir aus "Imagine" wissen. Man könnte sich zum Beispiel ein Glas Wasser einschenken ...

Dez 26 2013

Georges Perec's kurzer Text "tentative d'épuisement d'un lieu parisien" spielt mit der Grenze zwischen realer und imaginierter Welt. Dieser "Versuch, einen Platz in Paris" zu erfassen oder auszuschöpfen oder auszulöschen (je nachdem, wie man das Französische verstehen will)  beschreibt die flüchtige Alltagswelt auf der Fläche vor der Basilika Saint Sulpice. Eine der ältesten Kirchen von Paris als Schauplatz, ein historischer Ort; dazu liefert Perec ahistorisches, unbedeutendes, flüchtiges: Die arhythmische Präsentation von Tragetaschen, der Taubenschlag eines Tabakladens, der gelegentliche Regen, der die Menge der Passanten in immer neuen Formationen arrangiert. Eine Frau mit zwei Baguettes unter dem Arm.

Un tabac au place Saint-SulpiceFür den Touristen, der auf dem Platz verweilt, ist dieser Text eine willkommene Ablenkung von der Geschichtsmächtigkeit der Pfarrkirche. Er drängt den Leser zur genauen Beobachtung, schärft die Sinne für das Leben der Menschen und lässt den Platz verblassen. Monotonie des Alltags, Rhythmus der Bewegungen, Variationen von Licht und Schatten, die je unterschiedlich gefühlte Zeit, die Ordnungen einer Liste. Direkt vor Ort gelesen, auf Papier oder digital, kann das schmale Büchlein eines der Wunder der Literatur bewirken: Die Veränderung der Wahrnehmung.

Als Augmented Literature sollte das Buch allerdings jedem Leser die Möglichkeit eröffnen, anwesend zu sein, ohne den Platz selbst besuchen zu müssen. Der Text der neun Abschnitte könnte auf der rechten Seite eines aufgeschlagenen eBooks präsentiert werden, auf der linken das Livebild einer Webcam, die an just jenem Ort positioniert ist, an dem Perec im Oktober 1974 gesessen haben muss. Teilnehmende Beobachtung, nicht Überwachung. Bewegung, Konversation, Formation, Kleidung. Leben eben.

 

Apr 6 2013

Le lecteur épuisé

Sage keiner, er sei noch nie über einem Buch eingeschlafen. Manchmal kostet es so viel Kraft, sich in den Kontext eines Buches wieder einzufinden, dass man schon nach wenigen Absätzen einschläft. Bücher von intellektuellen Geistesriesen werden so zur zuverlässigen Einschlafhilfe; vielen Studenten hat das schon zu einer willkommenen Erholung vom Alltag verholfen.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass ein Buch direkt Erschöpfung kommuniziert. Yoram Kaniuks Erinnerungsbuch "1948" ist so eines. Kaniuk erzählt vom israelischen Unabhängigkeitskrieg, in dem er als Siebzehnjähriger mitkämpfte. Von "diesem verfluchten Krieg" berichtet er in ungewöhnlichen Worten: "Wir waren zehn müde Krieger vor dem Haus des Dorfältesten, umringt von Olivenbäumen, und die Massen stürmten von allen Seiten an, preschten zu Hunderten herauf, und wir schossen auf sie und schafften es irgendwie, zwischen den Schüssen nicht einzuschlafen". Was für eine seltsame Formulierung, 'es zu schaffen, im Krieg nicht einzuschlafen.' Und wie grausam. Der Krieg ist nicht zum Aushalten. "Und ich war auf einmal müde, schlief im Gehen ein und konnte nicht mehr reden." Kaniuk ist völlig erschöpft. Das ist absolut nachvollziehbar. Wie soll man als Leser Sätze wie den folgenden auch ertragen? "Wie erklärt man einem Jungen an Bord der 'Van York', der als Zwölfjähriger in Auschwitz Brillanten in den Aftern seiner toten Eltern gesucht hat, um sie an SS-Leute zu verkaufen, wie erklärt man dem, was in Kastel passiert ist?" Wer so einen Satz liest, versteht die Erschöpfung sofort (und stellt sich hernach die Frage nach dem Weiterlesen). Das zwölfte Kapitel kriegt seine Leser dann bei den Eiern. Danach braucht er auf jeden Fall eine Pause; oder er schläft sofort ein, vor Erschöpfung.

Der Krieg hat Löcher in Yoram Kaniuk gebohrt, die nicht mehr weichen. Ein Kamerad spricht es aus: "Stimmt, es hat schwere Momente gegeben, aber wir waren löchrig wie ein Schweizer Käse, und weißt du, wie Schweizer Käse gemacht wird? Man nimmt Löcher und umhüllt sie mit Käse. Wer waren wir denn schon? Wir waren lebende Tote, waren Löcher von Sesamkringeln und Löcher von Käse, also was denn?"

Dabei wird das Buch nicht streng chronologisch erzählt; es ist vielmehr ein Sammelsurium von Anekdoten, kurzen Einschüben, Abwegen, fast chaotisch. Auch das ermüdet. Aber es ist auch eine Chance. Man muss das Buch nämlich nicht linear lesen. "1948" ist auch als eBook erhältlich. Leider nicht so eines, wie ich es mir vorstelle, ein eBook 2.0. Meine Vorstellung wäre ein kluges, humanes, fast schon humanitäres eBook, das Rücksicht auf seine Leser nimmt, indem es seine Pausen und Unterbrechungen aufzeichnet und ihm in Reaktion auf seine Lese-Untätigkeit Erholung gönnt. Es könnte auf die Erschöpfung des Lesers reagieren und ihm aus dem Fundus an Episoden ein motivierendes Angebot machen. Nach der Lektüre des 12. Kapitels (und der daran anschließenden Pause) könnte ein solches eBook dem Leser beispielsweise jenes wunderbare Kapitel von einer durchwachten Liebesnacht vorschlagen, frisch und belebend wie ein erster Frühlingsgruß. Und wer das Buch dann ganz liest und auch den Epilog mitnimmt, ist selbst verantwortlich für seinen Schlaf.

Begriffe: 
Feb 2 2013

Wir stellen uns das einmal vor: In der nahen Zukunft ruft einer der bekanntesten deutschen Kinderbuchverlage in der ersten Rückrufaktion der digitalen Geschichte sämtliche eBooks eines seiner Autoren zurück, um sie upzudaten - alle Bücher werden von ganz bestimmten Wörtern gereinigt, auf eine politisch korrekte Sprache umgestellt, und so böse Begriffe wie "Neger" oder eine Episode wie die körperliche Züchtigung des kindlichen Protagonisten werden getilgt. Für immer. (Zur Erinnerung: Im "Kleinen Wassermann" erhält der Held für einen seiner Streiche fünfundzwanzig Schläge; ihm wird "der Arsch versohlt"...)

Skurril ist diese Vorstellung schon dann, wenn man sie in Bezug zur Lebenswelt der Leser-Kinder setzt: Ein paar wenige Texte dieser Lebenswelt unterliegen einer sprachlichen Säuberung, weil sie im Kosmos der heiligen Literatur nicht mehr geduldet werden. In einem anderen Medium hingegen bleibt das politisch unkorrekte, die Demütigung und Ausgrenzung, als Teil der Show unwidersprochen erhalten. Anders formuliert: "DSDS" mit dem gottgleichen Juror Dieter Bohlen darf weitermachen, der olle Otfried Preußler aber muss büßen. Hier wird klar: So funktioniert das alles nicht. Man kann nicht Preußlers altbackenes Weltbild korrigieren wollen, ohne dem Dieter Bohlen seinen Arsch auch gleich zu versohlen.

Der Fall macht auch deutlich, dass die selbsternannten Oberpädagogen ein sehr zweifelhaftes Geschichtsbild haben. Texte korrigieren zu wollen (anstatt sie zu kommentieren und die Kinder zu lehren, sich eine eigene Meinung dazu zu bilden) bedeutet auch, in dem herumfingern zu wollen, was unser kollektives Gedächtnis, unsere nationale Identität ausmacht. Wie Preußler vor fünfzig Jahren schrieb, war damals allgemein anerkannt, common sense. Insofern ist die Idee, Updates seiner Texte in einer Rückrufaktion umzugestalten, auch eine Form von Geschichtsfälschung. Klüger wäre es doch, den Kindern bei Preußler und Bohlen zu sagen: Das ist echte Grütze, vergesst es. Denn erst das Vergessen eröffnet eine Zukunft, die die Kinder mitgestalten.

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Jan 1 2013

Dein Platz in meinem Text

Ja so ein süßes Hundchen, ein Beagle!Amerikanische Kleinanzeigen, Rubrik Lost & Found: Der US-Krimiautor Dennis Lehane hat seinen Hund verloren – der Beagle hört auf den Namen Tessa – und bietet als Finderlohn eine Rolle in seinem nächsten Roman an. Wenn also jemand den Hund findet und an Lehane zurückgibt, wird sein Name im nächsten Buch des Bestsellerautors verewigt.

Coole Sache eigentlich, und auf jeden Fall eine marketingfähige Idee. Wer sich mit Figuren aus Büchern identifizieren kann, wird sich auch gern mit dem eigenen Namen in diesem Text wiederfinden – einmal Heldin oder Held sein, und sei es nur in der Fiktion.

Ich sehe schon die Marktlücke für darbende Autoren: "Nenne mir Deinen Namen und ich schreibe ein Buch mit Dir in der Hauptrolle." Daher möchte ich natürlich gleich ein persönliches Angebot machen: Nenne mir ein Werk bei Project Gutenberg, und ich ersetze Deinen Namen für eine Figur Deiner Wahl. Kontakt hier, Preis VHB.

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Dez 15 2012

Sie sind jung, sie studieren Literatur und sie hatten bis vor kurzem (fast) keine Ahnung von elektronischen Büchern: Elf Studenten stellen hier kreative, durchgeknallte, humorvolle, seriöse, informative und nachdenkliche Beiträge zum Thema E-Books bereit – natürlich in einem ePub und ganz kostenlos. Der kleine Sammelband ist im Rahmen des Seminars "Die Welt der E-Books" im Sommer 2012 an der FU Berlin entstanden und bietet ein Kaleidoskop junger Überlegungen und Gedankenspiele zur Digitalisierung der Bücher.

Kaleidoskop oder die Welt der E-Books

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