Okt 25 2014

Esst mehr Bücher!

Na so etwas. Da bietet der bekannte Taschenhersteller Freitag – ja, die mit den Dingern aus LKW-Plane – ein neues Produkt an. Hosen und andere Klamotten aus Bast. Das besondere an diesen Textilien ist, dass man sie sämtlich rückstandsfrei kompostieren kann. Produktion, Nutzung und Rückführung in den Kreislauf werden so konsequent zu Ende gebracht. Chapeau.

Bücher könnte man natürlich auch leicht recycelbar herstellen. Ökologisch konsequent wäre das ja, die meisten Bücher werden halt eben doch nur einmal gelesen. Stattdessen hängt das Zeug in den Regalen rum. Zum Wegwerfen sind sie den meisten Menschen auch zu schade. Eigentlich hätten treue Leser (oder vielleicht auch die Buchhändler) schon längst kompostierbare Bücher entwickeln sollen.

Ich dagegen mache einen anderen Vorschlag: So wie die Freitag-Brüder ihr Textil F-ABRIC entwickelt haben, sollte man ein essbares Material entwickeln und die Bücher darauf drucken, etwa auf Spitzkohlblätter. Buch durchlesen und danach aufessen. Kein hassle mehr mit überquellenden Bücherregalen!

Bücher, die man sich einverleiben kann, das ist ein geradezu biblischer Vorschlag. Bei Ezechiel 3,1 heisst es schon: "Menschensohn, iss, was du vor dir hast. Iss diese Rolle!" Und in der Offenbarung des Johannes 10, 8-11: "Und ich ging zu dem Engel und bat ihn, mir das kleine Buch zu geben. Er sagte zu mir: Nimm und iss es! In deinem Magen wird es bitter sein, in deinem Mund aber süß wie Honig. Da nahm ich das kleine Buch aus der Hand des Engels und aß es."

Na dann: Guten Appetit!