Aug 11 2012

Was Google & Co. können, ist im Prinzip auch jedem privaten Nutzer möglich: Eine eigene digitale Bibliothek zu erstellen. Dazu muss man eigentlich nur wenig technikversiert sein; ein Programm zur Datenbankerstellung (wie FileMaker oder MS Access) und eine Webcam genügen. Seit langer Zeit befindet sich auf dem Buch – meist auf seinem Rücken – ein Barcode mit der ISBN-Nummer. Den kann man mit der Webcam einlesen. Eine Schnittstelle zu GoogleBooks sorgt dann dafür, dass von dort alle bibliographischen Daten gesaugt werden – und ratzfatz hat man seine gesamte Bibliothek digital erfasst. Die notwendige Software nebst Bedienungsanleitung findet sich dazu im Netz, bereitgestellt von Jeroen Leijen:

Wer ein bisschen fit im Datenbank-Basteln ist, kann sich neben den bibliographischen Angaben aus GoogleBooks auch den Link zum Buch selbst ziehen; dann kann er nämlich von seinem Rechner aus 'seine' Bücher durchsuchen, indem er auf die von GoogleBooks bereitgestellten Daten zugreift. So rücken die physische und die elektronischen Bibliotheken näher zusammen. Man kann die Datenbasis noch deutlich erweitern, indem man auch andere digitale Bibliotheken hinzunimmt, wie etwa das Internet Archive, das deutsche zentrale Verzeichnis Digitalisierter Drucke, die Europeana, das gigantische Portal der französischen Nationalbibliothek und so weiter und so fort.

Schließlich muss man sich noch Rechenschaft darüber ablegen, wie man die eigene Bibliothek virtuell ordnet: Alphabetisch, wie einst Abdul Kassem Ismael? Der Lesereihenfolge nach, wie Aby Warburg es tat? Thematisch, wie manche Bibliotheken vorgehen, um die Rudelbildung unter ihren LeserInnen zu fördern? Oder gar ... räumlich und durch eine 3D-Animation begehbar?