Sep 10 2011

Das Buch hören

Als vor ein paar Jahren Hörbücher herauskamen, ging es eine Weile, bis man sich daran gewöhnt hatte; das “Kino im Kopf“ funktioniert aber mit ein wenig Übung eigentlich genau so gut wie beim Lesen des Textes. Und es wird wohl nur eine Weile gehen, bis die text-to-speech-Maschinen so gut sind, dass man sich den Text eines eBooks vorlesen lassen kann, ohne dass sich die Zehennägel aufrollen ob der Computerstimme. VoiceOver, Steve Jobs' Vorleseservice, soll das bei englischsprachigen Texten schon ziemlich passabel hinbringen.

Die Jungs von Booktrack dagegen haben in eine andere Richtung gedacht: Ein Soundtrack für das Buch, der sich je nach der Erzählung oder den Wünschen des Lesers verändert. Also: Man liest und lässt – wie in einem Film – untermalende Geräusche dazu erklingen. Für die, die sich gerne alles selbst einrichten, gibt es die Möglichkeit das Sound-Ambiente, die Effekte und die Musik individuell zu regeln. So bekommt der Leser / Hörer die Möglichkeit, ein bisschen am setting der Erzählung mitzuwirken.

Zum Testen gibts auch eine Sherlock-Holmes-Geschichte als kostenlose Demo für das iPad. Mal schauen, ob sich das durchsetzt, warum nicht? Den Hörbücher haben auch ein paar Jahre Zeit bekommen.