Sep 20 2014

Barcodes

Auf unzähligen Produkten ist sie drauf, diese optoelektronisch lesbare Schrift aus Strichen und Lücken - auch auf Büchern. Und es gibt diese App für iPhones und Androids mit Namen Barcoo. Mit der Handykamera den Barcode fokussiert und gescannt, und schon erhält man die im Netz verfügbaren Informationen zum Produkt wie Testberichte oder Preisvergleiche. Für Bücher wäre das auch eine schöne Sache: Händikamera auf den Barcode halten, erst Rezensionen und Buchtipps aus dem Netz lesen und anschliessend das eBook herunterladen.
Was kaum einer weiss: Auch die deutsche Post verwendet schon lange Strichcodes. Fast jeder von ihr transportierte Brief trägt den fluoreszierenden Strichcode in der unteren rechten Ecke der Anschriftenseite. Damit wird das Ziel unmißverständlich und maschinenlesbar aufgedruckt und optimiert die schnellere maschinelle Weiterleitung und Sortierung.

Wenn sich so wunderbar viele Informationen auf recht unaufwendige Weise unterbringen lassen, wäre das auch ein schönes Einsatzgebiet z.B. für Alltagslyrik. Einfach einen kleinen Barcode an die Wohnungstür der Liebsten beppen, diese hält ihr Händy drauf und liest: "Ganze vier Wochen schon fehlt mir euer Anblick! Ich sah den Neumond, aber euch nicht! Ich sah die Sonne unter- und wieder aufgehen, aber keine Spur von eurem bezaubernden Lächeln..." (Und wer wissen will, wie es weitergeht ... muss diesen gänzlich unromantischen Barcode scannen:)

Ist das nicht wunderbar? Hachja! Ich wünsche mir einen Barcode, gestrichelt auf den Gehweg, mindestens von meiner Haustür bis zur U-Bahn...