Okt 13 2012

Babba, sagt der Maxl

Ja, das gibts wirklich: Ein Kinderbuch, in dem alle Geschichten gleich anfangen: "Babba," sagt der Maxl, "Du musst mir eine Geschichte erzählen" – so geht's immer los, und dann soll der Vater eine Geschichte erzählen, und wie bei allen Vätern fällt ihm bald nichts mehr ein. Der Babba – das ist eine Figur von Eugen Oker, und in seiner Geburtsstadt Schwandorf spielen viele der Geschichten, nur dass dieser Ort in dem Buch "Babba, sagt der Maxl" nicht Schwandorf heißt, sondern Söllach. Aber wenn Ihr mal die Geschichten lest oder Euch vorlesen lasst, dann könnt ihr mal auf Google Maps nachschauen, denn die Pesserlstraße und das Nagelschmiedgäßchen und die anderen Straßen, die im Buch vorkommen, die gibts wirklich, und die findet Ihr halt nicht in dem erfundenen Söllach, sondern in dem echten Schwandorf. Und achja, die Orte ringsum um das erfundene Söllach, die haben so lustige Namen wie Taxöldern, Hohenlohe und Büchelkühn, und die gibts tatsächlich auch in Wirklichkeit, alle rings um Schwandorf. Und die Mur, also der Fluß, in den das Krokodil springt, um dann in die Donau und von dort ins Schwarze Meer und dann in den Nil zu gelangen, ja da hat der Eugen Oker auch geschummelt, das ist eigentlich die Naab.

Was wollte ich jetzt eigentlich erzählen? Wisst Ihrs? Ach ja, also immer, wenn der Vater, also der Babba nicht weiter weiss, da fragt er seinen Sohn Maxl, zum Beispiel so: "Und wie der Elefant um einen Baum herumgeht, ja was sieht er da?" Und dann antwortet der Maxl immer das, was ihm grad so einfällt oder was ihm Spaß macht, zum Beispiel: "Eine Flasche Bier" oder: "Ein Krokodil". Und damit macht der Babba dann weiter, weil er ja jetzt weiss, was der Maxl sich so wünscht.

Stellt Euch mal vor, Ihr hättet so einen elektronischen Babba: Ihr lest das Buch auf dem iPad, und immer, wenn der Babba nicht weiter weiß, fragt er Euch – und ihr könnt sagen, was Euch einfällt; wenn Euch nix einfällt, kann das iPad ja Vorschläge machen, so wie "Eine Weißwurscht" oder: "Ein Händi", und dann sucht Ihr Euch aus, was Euch am besten passt, und damit gehts dann weiter.

Findet Ihr das gut? Dann schreibt doch mal an den Verlag, der das Buch zuerst rausgebracht hat, den Oetinger Verlag, ob er nicht einmal da aus dem Buch ein App machen kann. Und wenn die nicht wissen, wie das geht oder wie sie des machen sollen, dann können sie sich ja an mich wenden – also sagts ihnen einfach, ich bin der Schorsch.

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Aug 21 2011

Mika

In der App "Mikas Abenteuer“ fahren Mika und sein Hund zum ersten Mal mit seiner Oma in den Dschungel. Mika findet eine ganz giftige Blume und merkwürdige Vögel, Pflanzen, die er noch nie gesehen hat; ein großes Tier, an dem er vorbeischleichen muss und einen furchtbaren Drachen mit schlimmem Mundgeruch. Am Schluss kommt er in eine Zauberwelt, das Paradies der Vögel, wo er … aber das wird nicht verraten.

Ich finde es super, dass das Buch einen in eine wunderbare Welt im Urwald bringt. Die Bilder im Buch sind einfach gut gezeichnet und sind richtig fantastisch. Die Geräusche im Hintergrund bringen einen dazu, dass man noch stärker in die Geschichte gezogen wird. Die Sachen zum Mitmachen haben überhaupt viel mit der Erzählung zu tun. Die Geschichte generell gefällt mir; sie ist spannend, und der Schluss ist offen, so dass man gerne erfahren würde, wie es weitergeht. Die Geschichte ist nicht so richtig lang, aber auch nicht zu kurz.

In den Bildern von diesem Buch ist gar keine Bewegung drin. Das einzigste, was besser sein könnte, wäre, Bewegungen reinzubringen. Zum Beispiel könnte der Hund einmal hinter den Vögeln herrennen und dann fliegen die Vögel weg. Oder man könnte eine Blume "pflücken“ und sie werfen. Das wäre cool.

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Jul 27 2011

Das Pixi-Buch "Kasimir und sein Bauernhoforchester" ist eine App für das iPad. Es handelt von Leonie, die Geburtstag hat und die Katze Kasimir fragt sie, was sie sich wünscht. Leonie wünscht sich ein Geburtstagsständchen. Die Geschichte erzählt von den Tieren auf dem Bauernhof, die "Happy Birthday" üben und am Schluss alle zusammen der  Leonie vortragen.

Die Tiere spitzen die Ohren, als Leonie ihren Wunsch sagtIch finde gut an dem Buch, dass man Tiere anklicken und was hören kann. Cool ist, dass man was aufnehmen kann, was man selber sagt oder singt. Und schön ist auch, dass man zum Schluss ein Spiel machen kann; es gibt ein Puzzle, bei dem man die Stücke hin- und herschieben und zusammensetzen kann. Bei den anderen Pixibüchern ist meistens hinten ein Bastelvorschlag drauf. Den gibt es hier auch.

Für dieses Buch wünsche ich mir ein paar Sachen mehr zum Anklicken, damit sich zum Beispiel die Beine von einem Tier bewegen oder die Kuh mit dem Arsch wackelt. Komisch finde ich, dass die Vorleserin manchmal merkwürdig betont.

Das Pixi-Buch ist super für Fünf- bis Achtjährige; wer noch nicht lesen kann, findet Knöpfe, wo man den Text vorgelesen bekommt.

Oder die Eltern lesen einem das Buch vor.

Jun 29 2011

Das eBook "Ein Schiffsausflug zur Seehundbank" ist eine App für das iPad. Ich finde daran gut, dass das Buch zweisprachig deutsch und englisch ist und dass man auswählen kann, welche Sprache man will. Wenn man auf den Text drauftippt, dann liest eine Stimme den Text vor, und alle Texte gibt es auch auf Deutsch und Englisch. Mir gefallen auch die Geräusche und Animationen gut, zum Beispiel wenn sich das Wasser im Hintergrund bewegt.

Zu dem Buch gibts auch ein Memoryspiel. Cool finde ich, dass man in jedem Bild des Buches was antippen kann und dann kommt dieser kleine Ausschnitt in groß und es wird was dazu gesagt, zum Beispiel über Wale oder den Fang im Netz von einem Fischkutter. Es macht Spass, etwas zu suchen, was man antippen kann, und zu schauen, was dann passiert und wo eine Animation kommt. Zum Beispiel bellt der Hund, wenn man ihn antippt.

Ich denke, dass das Buch geeignet ist für Dritt- und Viertklässler, weil man zwischen den beiden Sprachen hin- und herwechseln kann. Also ist das Buch für diejenigen gut, die anfangen, Englisch zu lernen (ich bin schon in der sechsten Klasse). Schade ist es, dass das Buch sehr kurz ist, dann ist man so schnell fertig.

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Mai 25 2011

Das Buch aufmischen

Die Kinder von heute sind die Leser von morgen. Die Zukunft des Buches liegt daher bei den Kindern. Merkwürdigerweise gibt es aber noch gar nicht so viele elektronische Kinderbücher. Eines der derzeit technisch avanciertesten Kinderbücher ist gar kein eBook, sondern eine App. „Alice in Wonderland“ wurde von AtomicAntelope für das iPad entwickelt:

Ein Buch zum Drehen, Wiegen, Rütteln, Schütteln, Wischen und Ziehen. Hier kann man sich wirklich vorstellen, dass Kinder die vielen verspielten Animationen lieben werden und sich gerne damit beschäftigen.
Und man kann sich auch vorstellen, wie andere Kinderbücher aussehen würden, wenn man sie technisch entsprechend aufbereitet: Für „Der kleine Wassermann“ von Otfried Preussler zum Beispiel könnte sich das iPad in ein Aquarium verwandeln, so dass man das Szenario ständig vor Augen hat. Den Text könnte man inmitten der Algen und Krebse scrollen, wenn der Onkel aus dem Moor vorbeikommt, färbt sich der Vordergrund trübe ein, an einer anderen Textstelle kommt das Neunauge langsam durch den Bildschirm geschwommen ...
Eine andere Möglichkeit wäre Jutta Bauers „Königin der Farben“. Die Geschichte, in der sich die Farben erst vermischen und zu einem unansehlichen Grau werden, um dann später durch die Tränen der Königin wieder getrennt zu werden und schliesslich in einem bunten Feuerwerk zu enden, kann man sich ebenfalls gut animiert vorstellen. Interaktiv könnten Kinder die Farben vermischen und wieder trennen und sich am finalen Feuerspektakel erfreuen.

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